Dieser Schieferzange Test ist eine Kaufberatung: Er zeigt, wofür eine Schieferzange wirklich gedacht ist, wo der Schieferhammer die bessere Wahl bleibt und welche Regeldachneigung überhaupt bestimmt, ob dein Dach für eine Schieferdeckung infrage kommt.
Eine Schieferzange locht und schneidet dünne Schiefer- oder Faserzementplatten und eignet sich vor allem für Korrekturen und kleinere Zuschnitte auf der Baustelle. Wer denkt, damit ließe sich jede Deckarbeit vom ersten bis zum letzten Schnitt erledigen, übersieht, dass für dickere Platten und größere Zuschnitte andere Werkzeuge gefragt sind.
Die kurze Antwort vorab: Für dünne Platten bis wenige Millimeter und für schnelle Korrekturen ist die Zange die richtige Wahl, für dickere Zuschnitte kommen Schieferhammer, Winkelschleifer mit Diamanttrennscheibe oder Nasssäge ins Spiel. Was dabei den Unterschied macht, steht in der folgenden Übersicht.
Schieferzange Test: die besten Modelle im Vergleich
- Ohne flüchtigen Staub oder Abblättern
- Ergonomische, rutschfeste Griffe für einen besseren Bedienkomfort
- Schneidet und formt natürliche und künstliche Schiefer bis 7 mm
- Schnitt- bzw. Messerlänge 55 mm
- Lochstanze = Loch 3,2 mm ø
- Schnittbreite 2,8 mm
- mit Übersetzung
- 2-Komponenten-Griff
- Garantierte Leistung: Profitieren Sie von dieser Schieferschere, die natürlichen und künstlichen Schiefer schneidet, formt und stanzt, ohne flüchtigen Staub oder Abbröckeln bis zu 7 mm dank ihrer 35 mm langen Klinge
- Ein praktisches und vielseitiges Werkzeug: Nutzen Sie das eingravierte Lineal auf der Oberseite der Schieferzange, um passgenau zu stanzen und eine korrekte Ausrichtung des Einbands zu gewährleisten. Das Handwerkzeug ermöglicht einen feinen, mühelosen Schnitt
- Profitieren Sie von seiner praktischen, schnellen und einfachen Handhabung: Dieses Werkzeug ist sehr praktisch für Dachdeckerarbeiten und seine Beschichtung schützt vor möglichen Stößen und bietet einen besseren Grip für sicheres und effizientes Arbeiten
- Sicherheit und Langlebigkeit an erster Stelle: Alle Produkte von EDMA wurden aus qualitativ hochwertigen Komponenten hergestellt, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Jedes in Frankreich entworfene und hergestellte Werkzeug wird vor der Markteinführung in der Praxis getestet, um Ihnen ein garantiert normgerechtes Produkt zu liefern
- 100% Kundenzufriedenheit: EDMA verfügt heute über mehr als 900 Handwerkzeuge für Trockenbauer, Maler, Fliesenleger, Bodenleger, Fassadenbauer, Dachdecker, Maurer und Landschaftsgärtner. Die für jeden dieser verschiedenen Berufe angebotenen Handwerkzeuge erfüllen alle spezifischen Bedürfnisse der Handwerker in den verschiedenen Phasen der Umsetzung auf ihren Baustellen
- DIMOS Schieferzange 35 mm mit Bohrung V3 215551-35 mm
- Zangen
- Dimos
Wie eine Schieferzange funktioniert
Das Grundprinzip ist das einer Lochzange: eine Wirkstelle dient als Stempel oder Stanzmesser, die Gegenseite als Matrize. Beim Zusammendrücken der Griffe wird ein Loch für den Dachdeckernagel gestanzt oder eine Kante abgeschnitten, je nach Modell lassen sich Stempel und Matrize sogar wechseln oder mehrere Stanzen drehbar am Werkzeug anordnen. Am Markt gibt es auch Kombigeräte, die Schneiden und Lochen in einem Handgriff vereinen, solche Schiefer- und Faserzementscheren mit integriertem Locher sparen auf dem Dach den Werkzeugwechsel.
Die Zange ist dabei ausdrücklich für dünne Platten und kleinere Korrekturen gedacht. Für dickere Zuschnitte oder größere Flächen greifen Dachdecker eher zum Winkelschleifer mit Diamanttrennscheibe oder zur Nasssäge, weil die Zange hier an ihre mechanische Grenze kommt. Als Ergänzung und teilweise als Alternative dient der Schieferhammer: Er vereint Schneide, Spitze zum Lochen und einen Nagelzieher in einem einzigen Werkzeug und deckt damit Schneiden, Lochen und Nageln ohne Werkzeugwechsel ab. Die klassische Rheinische Form mit einseitigem Wasserschliff gibt es sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder.
Ob ein Dach überhaupt mit Schiefer gedeckt werden kann, hängt maßgeblich von der Dachneigung ab. Nach dem Regelwerk des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks brauchen die gängigen Deckarten wie Altdeutsche Deckung, Bogenschnitt oder Schiefer-Systemdeckung eine Regeldachneigung von mindestens 22 bis 25 Grad, die Spitzwinkel-Deckung sogar mindestens 30 Grad. Eine Unterschreitung dieser Regeldachneigung um mehr als zehn Grad ist nicht zulässig, auch nicht mit zusätzlicher Unterspannung. Die vollständige Übersicht dazu liefern die Fachregeln des Dachdeckerhandwerks.
Was eine Schieferzange nicht leistet
Ein häufiger Irrtum ist, eine Schieferzange könne den Schieferhammer vollständig ersetzen. Belegt ist das nicht: Fachberichte beschreiben die Zange konsequent als Werkzeug für dünne Platten und Korrekturen, während der Schieferhammer als eigenständiges Werkzeug für die komplette Bearbeitung inklusive Nageln gilt. Wer regelmäßig große Flächen eindeckt, kommt an einem Schieferhammer oder an Winkelschleifer und Nasssäge kaum vorbei, die Zange bleibt das Werkzeug für die Feinarbeit dazwischen.
Zweiter Punkt: Belastbare Herstellerangaben zu Schieferstärken in Millimetern, üblichen Lochdurchmessern oder zum Gewicht einzelner Zangenmodelle ließen sich in der Recherche nicht einheitlich finden. Wer beim Kauf auf exakte Millimeterangaben in der Werbung eines Produkts trifft, sollte diese kritisch mit dem eigenen Schiefermaterial abgleichen statt sie ungeprüft zu übernehmen, verlässliche Herstellerangaben zum konkreten Einzelprodukt gehen vor allgemeinen Aussagen im Text.
| Werkzeug | Eignung | Vorteil | Was es kostet |
|---|---|---|---|
| Einfache Schieferzange mit Locher | dünne Platten, Korrekturen | günstig, leicht zu handhaben | an dickeren Platten und Faserzement begrenzt |
| Schiefer-/Faserzementschere mit Locher | Schneiden und Lochen in einem Gang | kein Werkzeugwechsel auf dem Dach | deutlich teurer als die einfache Zange |
| Schieferhammer (Rheinische Form) | komplette Deckarbeit inkl. Nageln | Schneiden, Lochen und Nageln in einem Werkzeug | erfordert mehr Übung als die Zange |
| Winkelschleifer mit Diamanttrennscheibe | dickere Platten, größere Zuschnitte | hohe Schnittleistung | Staubentwicklung, mehr Lärm |
| Nasssäge | präzise, große Zuschnittmengen | saubere Schnittkante, wenig Staub | weniger mobil, höhere Anschaffungskosten |
Kaufkriterien für Schieferzangen
- Material und Verarbeitung: Achte auf robuste, gehärtete Backen, die auch nach vielen Löchern nicht ausschlagen, günstige Zangen mit einfacher Lochstanze gibt es bereits im unteren zweistelligen Eurobereich.
- Wechselbare Stempel und Matrizen: Modelle mit austauschbaren Stanzeinsätzen verlängern die Nutzungsdauer, weil nur der Verschleißteil ersetzt werden muss statt der ganzen Zange.
- Kombigerät vs. reine Lochzange: Eine Schiefer- oder Faserzementschere mit integriertem Locher spart Zeit auf dem Dach, kostet aber spürbar mehr als eine einfache Zange.
- Regeldachneigung prüfen: Bevor überhaupt in Werkzeug investiert wird, klärt sich, ob die Dachneigung für die geplante Deckart überhaupt ausreicht, die Regelwerte liegen je nach Deckart bei 22 bis 30 Grad.
- Ergänzung durch Schieferhammer: Wer regelmäßig deckt, kommt um den Schieferhammer als Hauptwerkzeug kaum herum, die Zange bleibt sinnvolle Ergänzung für die Feinarbeit.
- Schutzausrüstung mitdenken: Schutzbrille, Handschuhe und bei staubiger Bearbeitung eine Atemschutzmaske gehören zur Grundausstattung, unabhängig vom gewählten Werkzeug.
- CE-Kennzeichnung des Werkzeugs: Auch ein einfaches Handwerkzeug sollte den Vorgaben der Produktsicherheit entsprechen, erkennbar am CE-Zeichen auf Verpackung oder Werkzeug selbst.
Einsatzprofile
Kleine Korrekturen und Reparaturen. Für den Austausch einzelner Schieferplatten oder kleine Anpassungen reicht eine einfache Zange mit Locher meist aus, ohne dass ein weiteres Werkzeug angeschafft werden muss.
Komplette Neueindeckung. Bei größeren Flächen zahlt sich ein Schieferhammer oder die Kombination aus Winkelschleifer und Nasssäge aus, die Zange dient dann nur noch für schnelle Korrekturen zwischendurch. Wann eine Neueindeckung überhaupt nötig wird, zeigt der Beitrag dazu, wann ein Dach neu gedeckt werden sollte.
Faserzement statt Naturschiefer. Bei Faserzementplatten funktionieren dieselben Werkzeuge, die Materialstärke kann sich aber unterscheiden. Wer unsicher ist, ob eine normale Säge infrage kommt, findet Details im Beitrag, ob man Schiefer mit einer normalen Säge schneiden kann.
Häufige Fragen
Was bedeutet Testsieger bei Schieferzangen?
Testsieger ist kein geschützter Begriff und sagt nichts darüber, ob eine Zange zu deinem Schiefer- oder Faserzementmaterial passt. Wichtiger sind wechselbare Stanzeinsätze und eine solide Verarbeitung der Backen. Genau darauf zielt dieser Schieferzange Test.
Worauf achte ich, wenn ich eine Schieferzange kaufen will?
Zuerst prüfst du, ob die Zange für dein Material (Naturschiefer oder Faserzement) und deine Plattenstärke ausgelegt ist, danach Material und Wechselbarkeit der Stanzeinsätze. Der Preis ist erst der letzte Schritt in der Entscheidung.
Kann eine Schieferzange den Schieferhammer ersetzen?
Nicht vollständig. Die Zange ist für dünne Platten und Korrekturen gedacht, der Schieferhammer deckt zusätzlich das Nageln ab und eignet sich für die komplette Deckarbeit.
Wie lange hält eine Schieferzange?
Bei robuster Verarbeitung und wechselbaren Stanzeinsätzen halten gute Modelle mehrere Jahre im regelmäßigen Einsatz. Regelmäßiges Ölen der Gelenke gegen Rost verlängert die Lebensdauer zusätzlich.
Ab welcher Dachneigung ist eine Schieferdeckung überhaupt möglich?
Je nach Deckart liegt die Regeldachneigung zwischen 22 und 30 Grad, eine Unterschreitung um mehr als zehn Grad ist auch mit zusätzlicher Unterspannung nicht zulässig. Vor dem Werkzeugkauf lohnt daher zuerst der Blick auf die geplante Deckart.
Welche Schutzausrüstung brauche ich bei der Schieferbearbeitung?
Schutzbrille und Handschuhe gehören zur Grundausstattung, bei staubintensiven Arbeiten wie dem Trennschleifen zusätzlich eine Atemschutzmaske. Scharfe Kanten und Staub sind die häufigsten Verletzungsquellen bei der Bearbeitung.
Was mache ich, wenn eine Platte beim Lochen reißt?
Meist sitzt das Loch zu nah am Rand oder die Zange ist für die vorhandene Plattenstärke nicht ausgelegt. Ein größerer Randabstand und ein zur Materialstärke passendes Werkzeug beugen dem Reißen vor, im Zweifel wird die betroffene Platte ersetzt statt notdürftig weiterverwendet.

